Die Heizsaison hat begonnen, und mit ihr die Frage, die sich viele Haushalte jeden Herbst stellen: Wie lässt sich weniger heizen, ohne zu frieren? Ein großer Teil der Energie geht nicht im Wohnzimmer verloren, in dem man abends sitzt, sondern in Räumen, die gerade niemand nutzt – im Schlafzimmer, das tagsüber auf 21 Grad gehalten wird, im Arbeitszimmer am Wochenende, in der ganzen Wohnung, während alle bei der Arbeit sind.
Klassische Thermostatköpfe regeln zwar die Temperatur, aber nicht die Zeit. Genau hier setzen smarte Heizkörperthermostate an: Sie senken die Temperatur nach Zeitplan ab, erkennen geöffnete Fenster und lassen sich per App oder Sprachbefehl steuern. Die Hersteller werben mit Einsparungen von bis zu 30 Prozent. Unabhängige Stellen wie die Stiftung Warentest, die Verbraucherzentrale und die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online kommen auf deutlich bescheidenere, aber immer noch lohnende Werte. Wir haben die aktuellen Modelle der wichtigsten Anbieter anhand unabhängiger Tests, Herstellerangaben und Erfahrungsberichten eingeordnet.
Im Folgenden erfahren Sie, worauf es beim Kauf wirklich ankommt – die wichtigste Entscheidung fällt nämlich nicht beim Thermostat, sondern beim System dahinter –, welche fünf Modelle derzeit überzeugen und was ein Umstieg in Ihrer Wohnung realistisch einbringt. Mit unserem Sparrechner sehen Sie außerdem, nach wie vielen Heizperioden sich die Anschaffung bezahlt macht.
Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger-Klasse: Das Homematic IP Evo regelt präzise, arbeitet leise und kommt ohne Abo aus.
- Beste App: Das tado X setzt auf Thread und Matter und lädt per USB-C – Komfortfunktionen kosten allerdings ein Abo.
- Für FRITZ!Box-Besitzer: Das FRITZ!Smart Thermo 302 für rund 55 Euro braucht keine zusätzliche Zentrale.
- Realistische Ersparnis: etwa 6 bis 15 Prozent der Heizkosten – am meisten, wenn Sie bisher kaum absenken. Herstellerangaben von bis zu 30 Prozent werden selten erreicht.
Wie ein smartes Thermostat Heizkosten senkt – und wo die Grenzen liegen
Ein smartes Thermostat spart keine Energie durch die Technik an sich, sondern dadurch, dass es Räume nur dann warm hält, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Die Faustregel, auf die sich co2online und die Verbraucherzentrale beziehen: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizenergie. Wer das Schlafzimmer tagsüber von 21 auf 17 Grad absenkt und die Wohnung während der Arbeitszeit um einige Grad zurücknimmt, kommt so schnell auf spürbare Beträge – ohne dass es abends kälter wäre, denn das Thermostat heizt rechtzeitig wieder auf.

Wie viel am Ende übrig bleibt, hängt von drei Dingen ab: vom bisherigen Heizverhalten, vom Gebäude und davon, wie konsequent die Zeitpläne eingestellt werden. co2online beziffert das durchschnittliche Sparpotenzial programmierbarer Thermostate auf etwa zehn Prozent der Heizkosten, das Umweltbundesamt nennt ebenfalls rund zehn Prozent. Der ADAC hat die Spannen im Oktober 2026 zusammengefasst: Die Stiftung Warentest rechnet mit sechs bis zehn Prozent, Verbraucherzentrale und co2online mit neun bis 15 Prozent. Herstellerversprechen von bis zu 30 Prozent werden in der Praxis nur selten erreicht.
Für die Erwartung heißt das: Wer heute schon jeden Abend von Hand herunterdreht und beim Lüften das Ventil schließt, gewinnt mit einem smarten Thermostat vor allem Komfort und nur wenig Geld. In sehr gut gedämmten Gebäuden kühlen die Räume zudem so langsam aus, dass sich das Absenken kaum lohnt – die Verbraucherzentrale hält programmierbare Thermostate dort sogar für verzichtbar. Am meisten bringen die Geräte in älteren, weniger gedämmten Wohnungen und bei Menschen, die tagsüber außer Haus sind.
Woher die Ersparnis kommt
- Zeitpläne: Räume werden nur zu den Nutzungszeiten auf Wohlfühltemperatur gebracht, nachts und bei Abwesenheit abgesenkt.
- Fenster-offen-Erkennung: Fällt die Temperatur beim Lüften plötzlich ab, schließt das Thermostat das Ventil, statt gegen die kalte Luft anzuheizen.
- Einzelraumregelung: Jedes Zimmer bekommt die Temperatur, die es braucht – Schlafzimmer kühler, Bad wärmer.
- Abwesenheit: Einige Systeme erkennen per Smartphone-Standort, wenn niemand zu Hause ist (Geofencing).
- Hydraulischer Abgleich: Manche Systeme verteilen die Wärme automatisch gleichmäßiger auf die Heizkörper.
Worauf es beim Kauf wirklich ankommt
Bei kaum einer Produktgruppe entscheidet sich so viel vor dem eigentlichen Gerät. Ein smartes Thermostat ist immer Teil eines Systems, und wer das falsche wählt, zahlt doppelt – für eine überflüssige Zentrale oder für ein Abo, das er nicht braucht. Diese sechs Punkte sollten Sie vor dem Kauf klären.
Die 5 besten smarten Heizkörperthermostate im Überblick
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Entscheidend ist neben dem Stückpreis vor allem die Spalte „Benötigte Zentrale“: Sie bestimmt, wie hoch die Einstiegskosten tatsächlich ausfallen.
| Modell | Preis je Thermostat | Benötigte Zentrale | Abo | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Homematic IP Evo | ca. 75 € | Access Point 2 (ca. 55 €) oder CCU3 | nein | Testsieger Stiftung Warentest 09/2023 |
| tado X | ca. 60 € | Bridge X (Starter-Kit ca. 90 € inkl. 1 Thermostat) oder Thread-Router | optional, 29,99 €/Jahr | Akku per USB-C statt Batterien |
| FRITZ!Smart Thermo 302 | ca. 55 € | FRITZ!Box mit DECT | nein | E-Paper-Display mit Tasten |
| Bosch Thermostat II [+M] | ca. 65 € | Controller II (ca. 80 €) oder Thread-Router | nein | Bosch-System oder Matter |
| Eve Thermo (5. Gen.) | ca. 75 € | Thread-Border-Router, z. B. HomePod mini | nein | Kein Konto, keine Cloud |
Preise gerundet nach gängigen Preisvergleichsportalen, Stand Oktober 2026. Die Kosten für die Zentrale fallen nur einmal an – unabhängig davon, wie viele Thermostate Sie anschließen.
Die Modelle im Einzelnen
Unsere Reihenfolge berücksichtigt die Ergebnisse unabhängiger Tests, die Regelgenauigkeit, die Bedienung im Alltag und die Gesamtkosten über mehrere Jahre einschließlich Zentrale und möglicher Abo-Gebühren. Die Sternwertung ist eine redaktionelle Einordnung.

- Funk: Homematic IP
- Zentrale: Access Point 2 oder CCU3
- 2 × AA, ca. 2 Jahre
- kein Abo
Das Evo ist das ausgereifteste Thermostat in diesem Vergleich und war im letzten großen Test der Stiftung Warentest (Heft 09/2023) mit der Note „gut (1,7)“ Testsieger. Es regelt die Raumtemperatur genau, arbeitet mit einem geräuscharmen Schrittmotor und zeigt die Werte auf einer LED-Anzeige, die sich je nach Einbaulage nach links oder rechts drehen lässt. Bemerkenswert ist der automatische hydraulische Abgleich, den der Hersteller vom TÜV hat zertifizieren lassen: Das System verteilt die Wärme gleichmäßiger auf die Heizkörper – eine Aufgabe, für die sonst ein Heizungsfachbetrieb anrücken muss. Laufende Kosten fallen keine an, die beiden AA-Batterien halten laut Hersteller rund zwei Jahre. Einziger echter Kostenpunkt neben dem Thermostat ist der Access Point als Zentrale.
Dafür
- Testsieger der Stiftung Warentest (09/2023, „gut“ 1,7)
- Kein Abo, keine Folgekosten
- Leiser Motor, auch fürs Schlafzimmer geeignet
- Automatischer hydraulischer Abgleich
- Batterielaufzeit laut Hersteller rund zwei Jahre
Dagegen
- Access Point (ca. 55 €) zusätzlich nötig
- Vergleichsweise hoher Stückpreis
- Thermostat selbst ohne Matter, eigenes Funksystem

- Funk: Thread / Matter
- Zentrale: Bridge X oder Thread-Router
- Akku, Laden per USB-C
- Komfort-Abo optional
tado hat mit der X-Serie auf den offenen Funkstandard Thread und auf Matter umgestellt. Das macht das Thermostat zum flexibelsten im Vergleich: Es lässt sich in Apple Home, Google Home, Alexa oder SmartThings einbinden, die tado-eigene Bridge X braucht nur, wer noch keinen Thread-Router im Haushalt hat. Statt Wegwerf-Batterien steckt ein Akku im Gerät, der per USB-C geladen wird und laut Hersteller etwa eine Heizsaison hält. Bedient wird über ein rundes Display und einen Drehring – das fühlt sich am ehesten nach einem klassischen Thermostatkopf an, und die App gehört zu den übersichtlichsten am Markt. Der Haken: Komfortfunktionen wie Geofencing, automatische Fenster-offen-Erkennung und die Energiestatistik gibt es nur mit dem Abo „AI Assist“ für 3,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr. Zeitpläne, Fernsteuerung und Sprachsteuerung sind dagegen kostenlos.
Dafür
- Sehr gute App, schnelle Einrichtung
- Thread und Matter – mit vielen Systemen kompatibel
- Akku per USB-C statt Wegwerf-Batterien
- Display mit Drehring, intuitive Bedienung am Gerät
Dagegen
- Geofencing und Fenster-offen-Erkennung nur im Abo (29,99 €/Jahr)
- Nicht mit älteren tado-Geräten (V3+) kombinierbar
- Akku muss zum Laden aus dem Gerät genommen werden

- Funk: DECT ULE
- Zentrale: FRITZ!Box mit DECT
- 3 × AA
- kein Abo
Das Smart Thermo 302 ist das frühere FRITZ!DECT 302, das inzwischen unter neuem Namen verkauft wird. Bei der Stiftung Warentest landete es 2023 mit „gut (1,9)“ knapp hinter dem Testsieger. Sein größter Vorteil: Wer eine FRITZ!Box mit DECT-Funktion besitzt – und das sind in Deutschland sehr viele Haushalte –, braucht keine zusätzliche Zentrale. Das Thermostat meldet sich per DECT ULE direkt an der Box an, die Steuerung läuft lokal über den Router oder die FRITZ!App Smart Home. Das E-Paper-Display ist auch bei Tageslicht gut lesbar und verbraucht kaum Strom, über die Tasten am Gerät lässt sich die Temperatur ohne Smartphone verstellen. Fenster-auf-Erkennung, Boost-Funktion, Frostschutz und Kalkschutz sind ohne Aufpreis enthalten, Zeitpläne erlauben bis zu acht Schaltpunkte pro Tag.
Dafür
- Keine Zusatz-Zentrale nötig, wenn eine FRITZ!Box vorhanden ist
- Gut lesbares E-Paper-Display mit Tasten
- Fenster-auf-Erkennung, Boost und Frostschutz ohne Abo
- Lokale Steuerung über die FRITZ!Box
- Stiftung Warentest 2023: „gut (1,9)“
Dagegen
- Ohne FRITZ!Box nicht nutzbar
- Benötigt drei AA-Batterien
- Kaum Anbindung an andere Smart-Home-Systeme
![Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat II [+M]](https://kaufvergleich.com/wp-content/uploads/2026/10/p4.jpg)
- Funk: Zigbee oder Thread / Matter
- Zentrale: Controller II oder Thread-Router
- 2 × AA
- kein Abo
Bosch bietet sein bewährtes Thermostat II inzwischen als Variante [+M] mit Matter-Unterstützung an. Damit haben Sie die Wahl: Entweder Sie nutzen es im Bosch-Smart-Home-System mit dem Controller II (ca. 80 Euro) und der übersichtlichen Bosch-App, oder Sie binden es per Matter über Thread direkt in Apple Home, Google Home oder Alexa ein – dann ist kein Bosch-Controller nötig, wohl aber ein Thread-Router. Das Gerät ist kompakt, hat eine gut lesbare Punktmatrix-Anzeige und läuft mit zwei AA-Batterien. Ein Abo gibt es nicht. Die Vorgängerversion ohne Matter schnitt bei der Stiftung Warentest 2023 mit „gut“ ab; im Test von home&smart erreichte die [+M]-Variante 89 von 100 Punkten, die Einrichtung wurde dort allerdings als etwas umständlich beschrieben.
Dafür
- Wahlweise Bosch-System oder Matter
- Kein Abo
- Kompakte Bauform, gut lesbare Anzeige
- Großes Bosch-Sortiment (Fensterkontakte, Raumthermostat)
Dagegen
- Bosch-App nur mit Controller II (ca. 80 €)
- Einrichtung teils umständlich
- Für wenige Räume hohe Einstiegskosten mit Controller

- Funk: Thread / Matter
- Zentrale: Thread-Border-Router
- 2 × AA
- kein Konto, kein Abo
Eve geht beim Datenschutz am weitesten: Das Thermo braucht laut Hersteller weder Benutzerkonto noch Eve-Cloud oder Abo, Zeitpläne werden direkt im Gerät gespeichert und laufen auch dann weiter, wenn Internet und Smartphone ausfallen. Die fünfte Generation hat ein neues Design mit LED-Anzeige und Touch-Bedienfeld und funktioniert per Matter über Thread mit Apple Home, Google Home, Alexa und SmartThings. Voraussetzung ist ein Thread-Border-Router mit Matter-Controller – bei Apple zum Beispiel ein HomePod mini oder ein Apple TV 4K. Wer so ein Gerät bereits besitzt, braucht keine weitere Zentrale. Schwächen: Die Touch-Tasten geben kein fühlbares Feedback, und Einstellungen jenseits der Temperatur erledigen Sie in der App.
Dafür
- Kein Konto, keine Cloud, kein Abo
- Zeitpläne laufen lokal im Gerät
- Matter über Thread – plattformübergreifend
- Keine eigene Zentrale nötig, wenn ein Thread-Router vorhanden ist
Dagegen
- Ohne Thread-Border-Router nicht nutzbar
- Touch-Tasten ohne fühlbares Feedback
- Lüften wird am zuverlässigsten mit separatem Fensterkontakt erkannt
Sparrechner: Was bringt ein smartes Thermostat in Ihrer Wohnung?
Pauschale Prozentangaben helfen nur bedingt weiter, denn die Ersparnis hängt stark davon ab, wie Sie bisher heizen und wie viele Räume Sie ausstatten. Den Wert für Ihre Heizkosten finden Sie auf der letzten Heizkostenabrechnung oder der Jahresabrechnung Ihres Gas- beziehungsweise Fernwärmeversorgers. Wichtig: Gemeint sind nur die Kosten für die Raumwärme, nicht für Warmwasser.

Sparrechner: Was bringen smarte Thermostate bei Ihnen?
Geben Sie Ihre jährlichen Heizkosten und Ihre Wohnsituation ein. Der Rechner schätzt eine realistische Ersparnisspanne auf Basis unabhängiger Quellen und zeigt, nach wie vielen Heizperioden sich die Anschaffung bezahlt macht. Alle Felder lassen sich anpassen.
System (setzt die Preise)Geschätzte Ersparnis pro Jahr
Berechnungsgrundlage: Ersparnisspannen nach Stiftung Warentest (6 bis 10 Prozent) sowie Verbraucherzentrale und co2online (9 bis 15 Prozent), zusammengefasst vom ADAC (Stand Oktober 2026). Für „konsequent von Hand abgesenkt“ (2 bis 5 Prozent) und „sehr gut gedämmt“ (halbe Ersparnis) handelt es sich um redaktionelle Annahmen auf Grundlage des Hinweises der Verbraucherzentrale, dass die Einsparung in diesen Fällen gering ausfällt. Die Heizkosten werden gleichmäßig auf die Räume verteilt. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine Garantie. Bei tado kommen 29,99 Euro pro Jahr hinzu, falls Sie das Abo „AI Assist“ nutzen.
Ein Rechenbeispiel mit den Standardwerten: Bei 1.200 Euro Heizkosten im Jahr, fünf beheizten Räumen, von denen vier ein smartes Thermostat bekommen, und gelegentlichem Absenken von Hand ergibt sich eine Ersparnis von etwa 60 bis 95 Euro pro Jahr. Mit dem Homematic-System kostet die Ausstattung von vier Heizkörpern samt Access Point rund 355 Euro – die Anschaffung hat sich damit nach etwa vier bis sechs Heizperioden bezahlt gemacht. Wer bisher gar nicht absenkt, erreicht diesen Punkt deutlich früher; wer schon sehr diszipliniert heizt, unter Umständen nie.
Zwei Dinge lassen sich daraus ableiten. Erstens: Die Zentrale fällt bei wenigen Thermostaten stark ins Gewicht. Wer nur zwei Räume ausstatten möchte, fährt mit einem System, dessen Zentrale schon vorhanden ist – FRITZ!Box oder Thread-Router –, wirtschaftlich am besten. Zweitens: Ein Abo frisst einen erheblichen Teil der Ersparnis auf. Bei tado lohnt sich „AI Assist“ vor allem dann, wenn Sie die Funktionen wie Geofencing tatsächlich nutzen, weil Ihr Alltag unregelmäßig ist.
Einbau in zehn Minuten: So wechseln Sie den Thermostatkopf
Der Austausch ist auch ohne handwerkliche Erfahrung schnell erledigt, denn es wird nur der Thermostatkopf getauscht – das Ventil selbst bleibt am Heizkörper, und es tritt kein Wasser aus. Die Heizung muss dafür weder ausgeschaltet noch entleert werden. Auch Mieterinnen und Mieter dürfen die Thermostatköpfe nach Einschätzung des ADAC in der Regel selbst tauschen, solange beim Auszug der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird.

So holen Sie das Maximum heraus
Das beste Thermostat spart nichts, wenn die Zeitpläne nicht zum Alltag passen. Mit diesen Einstellungen schöpfen Sie das Potenzial aus, ohne an Komfort zu verlieren. Wie Sie darüber hinaus die Heizungsanlage selbst richtig einstellen, lesen Sie in unserem Ratgeber Heizung richtig einstellen; worauf es beim Lüften ankommt, erklärt der Beitrag Schimmel vermeiden: richtig lüften.

- Zieltemperaturen bewusst wählen: Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 Grad, in der Küche 18 Grad und im Schlafzimmer 17 Grad.
- Nicht zu stark absenken: Auch ungenutzte Räume sollten nach Empfehlung der Verbraucherzentrale mindestens 16 Grad behalten, sonst steigt die Gefahr von Feuchtigkeit und Schimmel an kalten Wänden.
- Stoßlüften statt Kippfenster: Mehrmals täglich für einige Minuten weit öffnen. Die Fenster-offen-Erkennung oder ein Fensterkontakt sorgt dafür, dass in dieser Zeit nicht nachgeheizt wird.
- Vorheizzeit einplanen: Gerade im Altbau braucht ein Raum Zeit, um wieder warm zu werden. Lassen Sie den Komfortzeitraum lieber eine halbe Stunde früher beginnen, statt die Temperatur höher einzustellen.
- Türen schließen: Zwischen unterschiedlich warmen Räumen sollten die Türen geschlossen bleiben, sonst heizt der warme Raum den kühlen mit.
- Heizkörper frei lassen: Verdecken Vorhänge oder Möbel den Heizkörper, misst das Thermostat die Stauwärme und regelt zu früh ab. Bei verbauten Heizkörpern hilft ein separater Raumtemperatursensor.
Häufige Fragen
Wie viel kann ich mit smarten Thermostaten wirklich sparen?
Lohnt sich ein smartes Thermostat in der Mietwohnung?
Brauche ich für jeden Heizkörper ein eigenes Thermostat?
Funktionieren die Thermostate auch ohne Internet?
Was ist Matter – und brauche ich das?
Wie lange halten die Batterien?
Kann ich Thermostate verschiedener Hersteller mischen?
Sind smarte Thermostate laut?
Fazit
Für die meisten Haushalte ohne bestehendes Smart Home ist das Homematic IP Evo die solideste Wahl: präzise Regelung, leiser Motor, kein Abo und ein System, das mit Fensterkontakten und Wandthermostaten mitwächst. Wer bereits eine FRITZ!Box besitzt, sollte zuerst das FRITZ!Smart Thermo 302 in Betracht ziehen – günstiger lässt sich der Einstieg kaum gestalten, weil die Zentrale schon vorhanden ist.
Das tado X bietet die angenehmste App und die größte Offenheit dank Matter, verlangt für den vollen Komfort aber ein Abo. Bosch lohnt sich vor allem für Haushalte, die schon im Bosch-System zu Hause sind, und das Eve Thermo ist die erste Wahl für alle, die Wert auf lokale Steuerung ohne Konto und Cloud legen. Unabhängig vom Modell gilt: Gespart wird nicht beim Kauf, sondern bei den Zeitplänen. Nehmen Sie sich nach der Installation eine Woche Zeit, sie an Ihren Alltag anzupassen – dann sind bei Heizkosten um 1.000 Euro im Jahr 60 bis 150 Euro Ersparnis ein realistisches Ziel.
Quellen
- Stiftung Warentest: Smarte Heizkörperthermostate im Test (test 09/2023)
- ADAC: Smarte Heizkörperthermostate: Clever heizen und Energie sparen (Stand Oktober 2026)
- co2online: Thermostate richtig einstellen und bedienen
- Verbraucherzentrale: Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln
- Umweltbundesamt: Richtiges Heizen schützt das Klima und den Geldbeutel
- ComputerBase: Tado X im Test
- Herstellerangaben: Homematic IP Heizkörperthermostat Evo, Eve Thermo; Preise nach gängigen Preisvergleichsportalen, Stand 28. Oktober 2026